Macht um halb sieben auf, also vor dem Stand. Die ersten Kunden kommen mit einem Brot unter dem Arm und bleiben beim Lauch stehen, weil das Brot noch warm ist und sie nicht hetzen. Margrit kauft dort das Mittagbrot, ein einziges Stück, das sie sich teilen.
Schnittblumen, kein festes Tuch. Sie stellt die Eimer auf den Boden und borgt sich Wasser aus der Flasche, die Paul für die Randen mitbringt. Dafür nimmt sie am Ende des Vormittags eine leere Kiste mit und bringt sie am nächsten Samstag zurück, meist mit einem Zweig darin.
Ein Mann mit einem kleinen Wagen, zwei Kannen, keine Karte. Er hält gegenüber, unter dem Baum. Um zehn ist die Schlange am längsten, und der Durchgang vor dem Gemüse wird eng. Paul stellt dann die vordere Kiste einen Schritt zurück. Niemand hat das abgesprochen, es passiert einfach.
Um eins ist das Quartier wieder eine Wohnstrasse. Die Streifen hängen noch eine Weile, dann fährt der Wagen nach Zimmerwald, und der Platz riecht kurz nach Lauch und nassem Karton.